Unser Boden
Die Böden haben eine große Bedeutung für die Art der Weine, die entstehen. Die Hänge der Kochertalkellerei befinden sich geologisch betrachtet im Bereich des Muschelkalks, eine Formation aus dem mittleren Trias.
Der felsige Untergrund bietet wenig Möglichkeiten zur Ausbildung eines teifgründigen Bodens, so sind die Hänge der Weinberge durch flachgründige Böden und steinige Flächen gekennzeichnet. Schwierige Bewirtschaftungsverhältnisse, Weinbergsmauern und Steinriegel aus Lesesteinen sind typisch für das Anbaugebiet und prägen auch heute noch unsere Weinberge. Zahlreiche bedrohte Tierarten wie zum Beispiel die "Östliche Grille" haben hier ihren Lebens- und Überlebensraum gefunden.
Die Rebstöcke arbeiten sich in große Tiefen des kalkigen Untergrundes hinein und besitzen dadurch eine hohe Widerstandsfähigkeit. Gerade aber diese kargen Verhältnisse bringen für die dort reifenden Weine einen hohen Mineralgehalt.
Noch vor vielen Jahren wurde behauptet, dass nur Weißweine vom Muschelkalkboden profitieren. Heute gedeihen neben den typischen Weißweinsorten, wie beispielsweise der Silvaner und der Müller-Thurgau auch erstklassige Rotweinsorten wie der Schwarzriesling, Lemberger und Trollinger an den Hängen des Muschelkalks im Kocher- und Jagsttal und erhalten die ausgeprägten Charaktereigenschaften des Muschelkalkbodens.
Der Muschelkalk – damals wie heute ist er eine große Herausforderung für unsere Weingärtner. Zeitintensive, aufwendige und oftmals auch anstrengende Arbeit sind notwendig um die Qualität der Spitzenweine zu erzielen. Aber am Ende eines Weinjahres und beim ersten Genuss neuer Jahrgänge wird schnell bewusst, dass sich all die Mühe Jahr für Jahr lohnt.
